rik neu_west

 

Der im Dezember 1973 in Düsseldorf geborene rik neu_west begann 1996 als Assistent im Düsseldorfer Atelier des Otto-Steinert-Schülers Claus von dem Bussche und besuchte ab 1997 die Fachakademie für Fotodesign in München. Diese Schule schafft mit ihrer hundertjährigen Geschichte eine Tradition, die von zahlreichen bedeutenden Absolventen geprägt ist; von Frantisek Drtikol und Louise Germaine Krull über Lotte Jacobi und Reinhart Wolf bis zu Floris Michael Neusüß, Michael Wesely und Jürgen Teller. rik neu_west schließt hier 2000 im Fach „Freie Gestaltung“ bei Franz Birkner ab.

Die internationale Zusammenarbeit mit Fotografen führte ihn daraufhin nach Österreich, Spanien, Madeira, Ägypten und in die USA, bald kam es europaweit zu eigenen Aufträgen mit dem Schwerpunkt Werbe- und Peoplephotographie unter anderem durch die Unternehmen Orsay, Triumph, Siemens, Bertelsmann und Fendt. neu_wests Hauptaugenmerk lag und liegt allerdings immer auf seinen künstlerisch-experimentellen Projekten, für die er jedoch gerne die durch Werbeaufträge entstehenden Möglichkeiten nutzt - wie bei der Polaroid-Serie „Miami“ (2001) oder der Dia-Serie „Red Flag“  (2003), die im Umkreis eines Shootings für Fendt-Caravane entstanden ist.

In der Münchner jungen Szene taucht sein Name im Zusammenhang mit erfolgreichen innovativen Projekten auf: rik neu_west war beispielsweise Set-Fotograf des auch international erfolgreichen Kurzfilms „Verzaubert – Enchanted“ von Christian Ditter und Carmen Stozek (1998), beteiligte sich am Kunstbuch des Münchner Pop-Poeten Johnny Amore „Im Abendland des Liebestodes“ (2003), am engagierten Internet-Kunstmagazin „orange-view“ (2003) sowie an dem international operierenden alternativen Bildagenturprojekt „Westend61“ (seit 2004). Schon während seines Studiums an der Fachakademie nahm neu_west an Gruppenausstellungen teil (u.a. „Regensburger Stadträume“ im Regensburger Architekturkreis, 1999, sowie mehrmals innerhalb des Projekts „Atelier“ auf dem Münchner Domagk-Gelände (1998/99) und veröffentlichte Arbeiten in den Zeitschriften „Format“ des renommierten schwedischen Kameraherstellers Hasselblad und „Der Baumeister“, häufig in Zusammenarbeit mit dem Luxemburger Fotografen Pierre Levy. 1999 konnte rik neu_west auch aus den Händen der bayerischen Familien- und Sozialministerin den Preis der BBK für Gestaltung entgegennehmen. 2008 wird er Semi-Finalist des „Hasselblad Masters“ Wettbewerbs.

Außerhalb Münchens fällt besonders seine wiederholte künstlerische Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Bochum auf, so für das Turrini-Stück „Rattenjagd“ in der Regie von Alexandra Liedtke (2002, verbreitet u. a. als Postkarte), die mit der Komplementärfarbe des Hintergrundes experimentierenden Disco-Bilder für die Reihe „Tanzpalast“ (2002, für Presse und Werbung), die Aufnahmen zum Beatles-Abend „The Lonely Hearts Club Band“ (2003, verbreitet u. a. als Plakat und ausgestellt in den Räumlichkeiten des Schauspielhauses) und die begleitenden Fotos zum Projekt des clubdubios „unzensiert 01“ im TUT des Schauspielhauses unter der Leitung von Marlin de Haan (2004). Hier raus resultierte auch die dokumentarische Betreuung des de Haan Stückes „Schillern“ während des „Junge Hunde“ – Festivals in Meinigen (2005).

Künstler andere Genres vertrauen rik neu_west ihre Werke zur Dokumentation und zu Reproduktionszwecken an. So erstellte er für den Fusionisten Dave eine Sequenz des lebendigen Gemäldes „Formensch“, die durch ihre technische Besonderheit besticht. Die Performance wurde mit Publikum in der Frankfurter Commerzbankzentrale mittels einer Großformat-Planfilmkamera aufgezeichnet. Nol Hennissens Installation des Bayerischen Staatswappens im Maximilianeum (2005), „Waldlandschaft“, ein 4x6 m großes Kunstwerk aus Paketband von Agnes Jänsch (2008) oder Werke von Andrea Lehmann, Simone Lucas, Saskia Schüler und Nikola Johannsen sind des weiteren zu nennen.

Regelmäßig ergeben sich interessante Projekte durch den Düsseldorfer Lilienfeld Verlag. Verlegerin Viola Eckelt und Verleger und Autor Axel von Ernst greifen immer wieder auf seine Dienste zurück, wie beispielsweise für die Bildgestaltung der Bücher „Geht so“ und „Die Songtexte 1979 – 2009“ des Punk-Sängers Peter Hein - aka. Janie J. Jones (Fehlfarben, Mittagspause, Family 5).

Seit 2009 lebt rik neu_west wieder in Düsseldorf und ist eingetragener Künstler des Kulturamtes der Stadt. Zu den Düsseldorfer Kunstpunkten wird 2013 erstmals die Serie „Oil on Denim“ gezeigt. Ausgewählte Künstler stellten neu_west ihre Atelierbekleidung zur Verfügung, die als isolierte Objekte photographisch inszeniert werden. Im selben Jahr erhält er die Auszeichnung „Klima-Held“ der Stadt Düsseldorf.

rik neu_wests Kunst richtet sich hauptsächlich auf das ästhetische Experiment. Sein Name steht für die Suche nach alternativen Bedeutungen, für die Abstraktion vom oberflächlich Sichtbaren durch Verfremdung und Anschnitt sowie für die souveräne und spielerische Beherrschung technischer Möglichkeiten auch jenseits der Fototechnik, was bis zum Selbstbau neuartiger fotografischer Hilfsmittel führt. Beispielhaft sind hierfür die Portraitserie „Schwarze Reflexionen“ (Gesichtsspiegelungen in Motorenöl, 2000), die zwei Serien „Snap Lights I und II“ (Experimente mit autarken chemischen Lichtquellen, 1999/2000), das Portrait-Tryptichon „Dialog“ (Portraits des Sängers Peter Hein und des Autors Axel von Ernst im Zusammenspiel aus farbigem Licht und Bewegung, 2002) sowie seine bereits seit 1997 anhaltende Arbeit mit der Sofortbildkamera SX-70, die ihren Ausdruck in zahlreichen Werkgruppen findet, zu nennen.

Für sämtliche Kunstprojekte wird analoge Aufnahmetechnik von Kleinbild bis zu 4x5 inch Filmmaterial verwendet. Das künstlerische und kommerzielle Portfolio findet sich unter www.neu-west.de

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